Historische,
philosophische und medizinische Grundlagen der Chinesischen Medizin
Stichworte von
Andreas A.Noll
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Zeittafel
FrŸhzeit
Archaisches Zeitalter: ca. 2600-2000 v. Chr.
Xia-Dynastie: ca. 2000- 1520 v. Chr.
Shang- oder Yin-Dynastie: ca. 1520-1030 v. Chr.
//. Altertum
Westliche Zhou-Dynastie: ca. 1030-771 v. Chr.
Zeitalter des FrŸhlings und Herbstes: 722-481 v.
Chr.
Zeitalter der Streitenden Reiche: 403-221 v. Chr.
///. Mittelalter
Qin-Dynastie: 221-206 v. Chr.
Die beiden Han-Dynastien: 206 v. Chr. -221 n. Chr.
Erste Teilung Chinas: 221- 589 n. Chr.
Sui-Dynastie: 589-618 n.
Chr.
Tang-Dynastie: 618-907
n. Chr.
IV. Neuzeit
Zeit der fŸnf Dynastien: 907-960 n. Chr.
Die beiden Sung- Dynastien: 960-1280 n. Chr.
YŸan-(Mongolen- )Dynastie: 1280-1368 n. Chr.
Ming-Dynastie: 1368-1644 n. Chr.
Qing- oder Mandschu- Dynastie: 1644-1911 n. Chr.
V. Die Moderne
Seit 1911
Mythen und Historie
Pan Gu - Huang Di - Fu Xi/Nu Gua
Religionen und Weltsichten im alten China
Naturreligionen
Gerade die taoistische Gštterwelt
war von Elementen der Naturreligionen durchsetzt.
Sonne, Mond, Wind, Donner und
Blitz hatten beispielsweise ihre spezifischen Gottheiten, auch wurde als wesentliche
Elemente auch des staatstragenden Taoismus dem Himmel wie der Erde (in Peking
Himmels- und Erdtempel aus der Ming-Dynastie) geopfert.
Animismus
Die von Gšttern und DŠmonen
belebte Welt hat sich ebenfalls Ÿber die Jahrtausende in China gehalten.
Tiere und Pflanzen wurden verehrt
und/oder gefŸrchtet, wie beispielsweise ãFuchsgeister", die sich aus
gegebenem Anlass in Menschengestalt verwandeln und den Menschen Unheil zufŸgen.
Schamanismus
Schamanistische Rituale waren in
China vor allem in den frŸhen Xia, Shang und Chou-Dynastien weit verbreitet und
in das gesellschaftliche Leben auch der Kaiser integriert.
Geister und DŠmonen pflegten
gelegentlich Ÿber und durch die Wu (=Schamanen) mit der hiesigen Welt in
Kontakt zu treten.
Das Aufkommen des Konfuzianismus
hingegen schuf eine Distanz zur Geisterwelt, indem er -etwa im 1.
vorchristlichen Jahrhundert- postulierte: "...die Geister verehren, sich
jedoch von ihnen fernhalten.", bis hin zum ausdrŸcklichen Verbot solcher
Rituale am Kaiserhof um die christliche Zeitenwende herum.
Konfuzianismus
Ausgehend von der Familie,
erfŠhrt das Individuum auf allen Ebenen der Gesellschaft seinen
Orientierungsrahmen durch seine Position in dieser Gruppe.
Der Konfuzianismus, auch heute
noch in ganz Asien soziokulturell prŠgend, definiert den einzelnen Menschen in
seinem Selbstbild als Bestandteil einer Gruppe.
Das Ordnungssystem des
Konfuzianismus ist somit sehr ausgeprŠgt und sehr eng - auch historisch seit
der Sung-Zeit- verbunden mit den taoistischen Gedanken eines umfassend und
einheitlich wirkenden Prinzips namens Tao.
Buddhismus
Der Buddhismus kam etwa 100 n.
Chr. aus Indien nach China und verbreitete sich dort sehr schnell.
Der Buddhismus sieht die
IdentitŠt und den Heilsweg weniger in einer geregelten Beziehung des einzelnen
Menschen zu seiner Um-/Mitwelt, sondern eher in der Regelung des eigenen
Wohlverhaltens.
Die 4
Wahrheiten
Leben ist Leiden
Dieses Leiden hat eine Ursache,
nŠmlich die Sehnsucht zu leben und das Verlangen nach sinnlichem VergnŸgen
Es besteht die Mšglichkeit,
dieses Leiden zu beenden
Der Weg, dieses Leiden zu
beenden, liegt im Beschreiten des Achtfachen Pfads
Der 8fache Weg
rechten Anschauungen
rechten Absichten
rechter Rede
rechtes Handeln
rechter LebensfŸhrung
rechten Anstrengungen
rechter Gesinnung
rechter Konzentration
Sun Szu
Miao
Es heisst, als das Klare noch
nicht vom TrŸben getrennt war, als Tag und Nacht noch ungeschieden waren und
die Teilung (des Universums) in Himmel und Erde soeben erst vollzogen war, da
konnte man warm und kŸhl erkennen, da wurden die vier Jahreszeiten eingeteilt,
da wurden KŠlte und Hitze herabgesandt und erschaffen, die drei Lichtquellen
erstrahlten, Licht und Schatten wechselten einander in Schwinden und FŸlle ab.
Da wurden die Menschen mit den
fŸnf Charaktereigenschaften begabt und die KšrperoberflŠche erhielt die
Mšglichkeit des Durchflusses und der Stauungen. Daher sprach Lao Tzu: Was mich
so sehr leiden lŠsst, ist die Tatsache, dass ich einen Kšrper habe. HŠtte ich
keinen Kšrper, was kšnnte dann noch Anlass zu leiden sein?
Daraus ist ersichtlich, dass
Gestalt und Materie dem Entstehen von Krankheiten fšrderlich sind. Wenn man in
Ruhe einmal nachdenkt, so ist nur das Gestaltlose fŠhig, sich vom Leiden
fernzuhalten.
Taoismus
Der Taoismus hat seinen
Grundgedanken - der letztlich in alle anderen Religionen richtungweisend
mit einfloss, in dem Prinzip: Erreichen der nahtlosen †bereinstimmung von
Mikrokosmos und Makrokosmos.
Das Dao als das kosmische
Grundprinzip entwickelt gleiche Muster im Fortschreiten der Welt auf allen
Ebenen des Daseins.
Das GlŸck und die Langlebigkeit
des einzelnen Menschen ergibt sich aus einem Leben im Einklang mit den
Bewegungen des Dao.
hygienischer
sexueller
religišser
alchemistischer
Wu Wei 无为, Laozi 老子 und der Taoismus
Lao Zi
Der rechte Weg schafft das Eine,
das Eine schafft die Zwei,
die Zwei schafft die Drei:
Die Drei schafft die abertausend
Geschšpfe.
Die abertausend Geschšpfe jedoch,
sie kehren dem Dunkel den RŸcken
und umarmen das Lichte:
Die Geisterkraft der Leere aber
macht daraus den Einklang
Das, was die Leute verabscheuen
nun, das ist, verwaist, verlassen
und unbeachtet zu sein.
Und doch machen die Kšnige und
FŸrsten
sich daraus einen Ehrennamen.
Darum die Geschšpfe:
Bald mindert er sie,
und das mehrt sie,
bald mehrt er sie,
und das mindert sie.
Das, was die Leute lehren, das
lehre auch ich:
Ein starker Balken nimmt kein
gutes Ende
Das werde ich zum Vater meiner
Lehre machen.
Der Weg, der zeigbar,
ist nicht der bestŠndige Weg
der Name, der nennbar,
ist nicht der bestŠndige Name:
Das Namenlose ist des Himmels und
der Erde Ursprung,
das Namhafte der abertausend
Geschšpfe Mutter
Darum:
das bestŠndige Nichtbegehren
fŸhrt zum Betrachten seiner
Geheimnisse,
das bestŠndige Begehren
fŸhrt zum Betrachten seiner
Grenzen.
Diese beiden treten in eins
hervor
und sind dabei verschiedenen
Namens-
Das Ineinssein- man nennt es das
UrtŸmliche,
des UrtŸmlichen UrtŸmliches:
aller Geheimnisse Pforte.
Neuzeit
China:
Republik
Volksrepublik und Mao Tsetung
das Konstrukt ãTCMÒ
Westen
Frankreich
Amerika
Europa
Was bedeutet ãZhong YiÒ? (中 醫, 中 医)
Dao 道
Raum und Zeit
Himmel und Erde
Landschaften
Infrastruktur
Entstehen und Vergehen- Die Einbindung
Yin Yang 陰 陽
Yi 彝 – Die natŸrliche Ordnung
Makrokosmos
Sonne und Mond
Rhythmen
Tageszeiten
Lebenszeiten
Mondzyklus
I Jing 易經
Yi Lun 易 輪
6 Energien 六氣
Raum und Zeit
Mikrokosmos
Qi 氣
Formen
des Qi 氣
Zhen Qi
真 氣
Xie 正 邪
Zheng 正
Zong 宗
Wei 衛
Ying 營
Jing 精
Yuan 原
Xue 血
Medizinmodelle
Wu Xing 五行
Yin Yang 陰 陽, 阴 阳
Die Strassen und Wege 六 經
Hauptleitbahnen Jing 經 - Liu Jing 六 經
Tai Yang-
Blase/DŸnndarm
Shao
Yang – Gallenblase/Sanjiao
Yang
Ming – Magen/Dickdarm
Tai Yin
– Milz/Lunge
Jue Yin
– Leber/Pericard
Shao
Yin – Herz/Niere
Luo-GefŠsse 絡脈
Zangfu
6 Fu, Liu Fu 六 府
Gallenblase – 膽
DŸnndarm – 小 腸
Magen – 胃
Dickdarm – 大 腸
Blase – 膀胱
5 Speicher, Wu Zang 五 藏
Leber – 肝
Herz – 心
Milz – 脾
Lunge – 肺
Niere - 腎
Vita
Andreas
A. Noll
ist Heilpraktiker und hat seit 1984 eine Praxis fŸr
chinesische Medizin in Berlin sowie seit 2003 auch in MŸnchen. Studium von
Sinologie und Religionswissenschaften an der Freien UniversitŠt Berlin. Seine
Akupunktur-/TCM-Ausbildung hat er in Sri Lanka und China wŠhrend zahlreicher
Studienreisen nach Chengdu, Shanghai, Beijing absolviert. 1990 grŸndete er das
Ausbildungszentrum Ost fŸr Klassische Akupunktur und TCM in Berlin und leitete
es 10 Jahre lang. Von 1999-2005 war er Vorsitzender der AG fŸr Klassische
Akupunktur und TCM. Als Dozent ist Andreas Noll in Deutschland, der Schweiz,
…sterreich und China tŠtig. Seit
Mai 2006 ist er als Gastprofessor an die Chengdu University of TCM
berufen.
Kontakt:
info@praxis-noll.de, www.praxis-noll.de
Publikationen:
á Handbuch der Phytotherapie 1989
(vergriffen)
á Die Wandlungsphasen der
Traditionellen Chinesischen Medizin, Band 1-5 1992-2002 (Autorenteam mit
U.Lorenzen)
á Der Šltere Patient in der TCM
(Hg. mit B.Ziegler, 2006)
á Stresskrankheiten mit TCM
behandeln (Hg. mit B.Kirschbaum, 2006)
á Chinesische Medizin bei
FertilitŠtsstšrungen (Hg. 2008, englisch 2009 mit S.Wilms)
á GU-Ratgeber TCM (2008)
á GU-Ratgeber NatŸrliche
Familienplanung (mit C.Gnoth, 2009)
á Geplant: Andrologie in der TCM
(mit S.Englert)
á †beraus zahlreiche
Publikationen in Fachzeitschriften.
Impressum
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Firmenname: |
Praxis fŸr TCM |
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Praxisanschriften: |
SchŸtzenstr.8, 80335 MŸnchen |
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Telefon: |
089-55027722 (MŸnchen) |
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Fax: |
030-700143-0018 |
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Email: |
info@praxis-noll.de |
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ZustŠndige
Aufsichtsbehšrde: |
Gesundheitsamt |
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Berufsbezeichnung: |
Heilpraktiker (verliehen in der Bundesrepublik
Deutschland) |
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Berufsrechtliche
Regelungen: |
Fachverband Deutscher Heilpraktiker Bundesverband
e.V. |
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Inhaltlich
Verantwortlicher gemЧ ¤ 6 MDStV: |
Andreas Noll |
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ihren eingebundenen Texten, Bildern und Zeichnungen sind urheberrechtlich
geschŸtzt. |
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